Seit Jahren steigt die Zahl der Kranken auch infolge der Alterspyramide. Die Defizite bei den Krankenkassen steigen langfristig an. Das Alles soll die Gesundheitsreform, die schon 2007 begonnen hat, nun seit dem 1. Januar 2009 ändern. Sie lockt mit dem Gesundheitfond und neuen Tarifen. Experten, wie die Stiftung Warentest warnen aber, überstürzt zu handeln und sofort zu einer anderen Krankenkasse zu wechseln. Zunächst sind angemessene Versicherungsvergleiche anzuraten. |
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Bei dem Gesundheitsfond wurden die Beitragssätze vereinheitlicht. Neu ist dabei, dass eine Krankenversicherungspflicht für jeden Teil der Bevölkerung besteht. Der einheitliche Beitragssatz beträgt seit dem 1.Juli 2009 nun 14,9%, zum 1.Januar lag er noch bei 15,5%. In den Topf fließen der Arbeitgeberanteil, der Arbeitnehmeranteil und Steuern. Die Krankenkassen müssen mit den Geldern auskommen. Sie können aber einen Zusatzbeitrag verlangen, der bis zu 8,-€ monatlich oder 1% des beitragspflichtigen Einkommens pro Monat beträgt. Trifft dies ein, hat der Kunde ein Sonderkündigungsrecht, das heißt, er kann die Krankenkasse wechseln ohne den Zusatzbetrag zu bezahlen. Auch wenn die Krankenkasse die Prämie absenkt, tritt ein Sonderkündigungsrecht ein. Ansonsten ist eine Kündigung nur möglich, wenn der Kunde 18 Monate lang bei der Krankenkasse versichert war. Vorsicht ist bei sogenanten Selbstbehalt- oder Rückerstattungstarifen geboten. Dort ist die Bindung für drei Jahre, auch wenn die Beitragssätze steigen! |
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Die Privatkassen müssen nun einen Basistarif anbieten, der dem der gesetzlichen Krankenkassen entspricht. Deswegen kann sich eventuell der Wechsel zu einer privaten Krankenversicherung lohnen, da sich der Wettbewerb auf den Service konzentriert. Bei der Prüfung spielt nur das Alter und das Geschlecht eine Rolle, wobei die Krankenkasse nicht mehr kündigen kann. Ein Versicherungsvergleich lohnt sich also.
Aus aktuellem Grund: Krankenkassen warnen vor dem Norovirus - so minder Sie die Ansteckungsgefahr. |